Ein intensivpflegebedürftiges Kind bedeutet oft eine große physische und psychologische Belastung und hohen Aufwand für eine Familie. Nicht alle Eltern trauen es sich zu, ihr Kind mit Tracheostoma und Beatmung zu Hause zu pflegen.

Doch das eigene Kind weggeben? In andere Hände? Für die meisten Eltern zunächst eine fernliegende Option. Möchte man als Eltern schließlich alles tun, um sein Ein und Alles zu schützen und um ihm Geborgenheit zu geben.

Wir erleben oft Eltern, die sich mit schlechtem Gewissen plagen, sich nicht angemessen um ihr pflegebedürftiges Kind kümmern zu können, oder aufgrund der Anstrengungen einfach mal eine Pause benötigen.

Es ist uns eine Herzensangelegenheit, Eltern darin zu bestärken, dass sie mit diesem emotionalen Druck nicht alleine sind und ihre Sorgen und Ängste von uns verstanden werden. Die Bärenfamilie bietet Entlastung. Ihre kleinen Kämpfer sind bei uns in sicheren Händen.

Die Bärenfamilie gibt Vertrauen, Sicherheit und Lebensqualität. Dies steht im Mittelpunkt unseres ganzheitlichen pflegerischen, familiären Handelns.

Familie im Garten mit beatmetem Kind

Überleitung aus dem Kinder- in den Erwachsenenbereich

Pflegekraft mit Jugendlichem im Rollstuhl

Viele Eltern fragen sich bereits im Jugendalter der kleinen Patienten, was passiert, wenn das Kind 18 Jahre alt wird. Da es generell wenige Angebote in der Intensivpflege gibt, ist es wichtig, einen spezialisierten Pflegepartner zu haben, der sich frühzeitig dazu mit den Eltern abstimmt und die Überleitung ins Erwachsenenalter professionell begleitet.

Unter dem Dach der opseo haben wir viele Kräfte der Kinder- und Erwachsenenintensivpflege gebündelt. Dabei unterstützt die Bärenfamilie ganz besonders. Der Auszug und die Überleitung ins Erwachsenenalter werden frühzeitig vorbereitet und gemeinsam mit den Eltern werden alternative Wohnformen angeboten.

In Heppenheim verfügt die opseo Gruppe über eine Einrichtung mit einem integrierten Konzept zur Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Dies bietet uns die Option, Jugendliche und Erwachsene integriert in einem gemeinsamen Umfeld zu betreuen. Und das wiederum bietet den Jugendlichen beim Erreichen der Volljährigkeit die Möglichkeit, einfach eine Etage tiefer zu ziehen, ohne sich an eine neue Umgebung und neues Pflegepersonal gewöhnen zu müssen. So kann der Jugendliche ohne einen Ortswechsel innerhalb des Hauses ins Erwachsenenalter verabschiedet werden.

Die Vorteile der Versorgung sind in einem Haus viel besser zu realisieren, vor allem die gegenseitige Einarbeitung bzw. Eingewöhnung. Das Kind kann die Erwachsenen in der Wohngruppe bereits vorher bei Besuchen kennenlernen oder sich bei Verlust- und Trennungsängsten auch umgekehrt wieder mit den Kindern der Kindereinrichtung treffen. Die Jugendlichen bekommen die Zeit, die sie brauchen, um sich im neuen Umfeld einzugewöhnen und einzuleben.

Die Jugendlichen erhalten so viel Hilfe wie nötig und so viel Selbstständigkeit wie möglich.